Buss- und Bettag Bilten

2026 09 20 Buss- und Bettag Bilten: Buss- und Bettag Bilten (Foto: Ruedi Hofer)
Gemeinsam innehalten, danken und neue Wege suchen
Mariann Münzberg & Ruedi Hofer,
Die Pfarrpersonen Ruedi Hofer und Gebhard Jörger luden gemeinsam zum Dank-, Buss- und Bettag ein. Zu Beginn des Gottesdienstes führte Pfarrer Ruedi Hofer in die Bedeutung und den historischen Ursprung dieses besonderen Tages ein.

Pfarrer Ruedi Hofer erinnerte daran, dass die Bevölkerung früher von der Obrigkeit in Zeiten grosser Not – etwa bei Kriegen, Seuchen oder Naturkatastrophen – dazu aufgerufen wurde, innezuhalten, umzukehren und sich im Gebet an Gott zu wenden.

In der Schweiz wurde der Bettag 1832 als Tag der Besinnung, der Busse und des Gebets auf den dritten Sonntag im September festgelegt.

Die Anliegen des eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettages haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren. Immer wieder sind wir Menschen eingeladen, unser eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen und uns Zeit für persönliche Besinnung zu nehmen. Wo stehe ich in meinem Leben? Wofür darf ich dankbar sein? Wo habe ich Fehler gemacht oder andere verletzt? Und wo braucht es Versöhnung, Veränderung oder einen neuen Anfang?

Gleichzeitig ermutigt er dazu, Verantwortung zu übernehmen, an sich selbst zu arbeiten und im Vertrauen auf Gott immer wieder neue Wege zu suchen. Das kam auch im vorgelesenen Bettagsmandat mit dem Titel «Wachstumsschmerzen» zum Ausdruck. Es wurde vom Regierungsrat zusammen mit zwei Pfarrpersonen geschrieben. Es ging thematisch darum, wie unsere Schweiz wachsen und gleichzeitig der Wohlstand und die Lebensqualität für alle bewahrt werden können.

Nach dem Gottesdienst waren die Kirchgängerinnen und Kirchgänger eingeladen, noch etwas zu verweilen. Bei musikalischer Unterhaltung durch die Harmoniemusik Niederurnen-Ziegelbrücke unter der Leitung von Frau Claudia Thoma und einem gemütlichen Apéro konnten die Gedanken und Worte des Gottesdienstes nachklingen. In herzlicher Atmosphäre blieb Zeit für Begegnungen, Gespräche und das wertvolle Miteinander – und damit auch für das, was Kirche ausmacht: gemeinsam glauben, danken und Gemeinschaft leben.