Ökumenischer Jugendgottesdienst

Ökum.JuGoDi (Foto: Oscar Vazquez)
Was ist das echte «High» im Leben? Rund 60 Personen machten sich beim ökumenischen Jugendgottesdienst in Mollis gemeinsam auf die Suche nach einer Antwort. Mit Musik, Kahoot und der eindrücklichen Lebensgeschichte von Talkgast Felix Klaus wurde daraus ein Abend, der weit über ein kurzes Hochgefühl hinausging.
Oscar Vazquez,
Ökumenischer Jugendgottesdienst vom 11.09.2026
«Higher – Auf der Suche nach dem echten High»


Um 19.10 Uhr öffneten sich die Türen der reformierten Kirche Mollis – und schon kurz darauf füllten sich die Reihen. Rund 60 Personen fanden an diesem Abend den Weg in die Kirche. Den grössten Teil machten Kinder und Jugendliche aus, doch auch einige Eltern, die ihre Kinder begleiteten, ältere Besucherinnen und Besucher sowie spontane Gäste aus dem Dorf mischten sich unter die junge Gottesdienstgemeinde. Unter dem Titel «Higher – Auf der Suche nach dem echten High» stand an diesem Abend ein Thema im Mittelpunkt, das mitten ins Leben trifft: die Suche nach dem, was uns erfüllt – und die Frage, wo wir dieses «High» eigentlich suchen.

Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte die Jugendband der reformierten Kirche, bestehend aus Jugendleitern, dem Jugendarbeiter und dem reformierten Pfarrer. Mit modernen Lobpreisliedern begleitete sie den Jugendgottesdienst musikalisch durch den Abend. Nach der Begrüssung durch Jugendarbeiter Oscar Vazquez übernahm Marco Bechtinger von der katholischen Jugendarbeit – und statt einer langen Einführung hiess es erst einmal: Handys raus! Mit einem Kahoot zum Thema Sucht konnten die Jugendlichen ihr Wissen testen und gleichzeitig einiges Neues erfahren. Natürlich ging es dabei nicht nur um Ruhm und Ehre: Für den ersten, zweiten und dritten Platz gab es kleine Preise und Schokolade. Motivation kann schliesslich ganz unterschiedliche Formen annehmen.

Anschliessend startete die Jugendband mit zwei Lobpreisliedern, bevor der besondere Talkgast des Abends Platz nahm: Felix Klaus. In einem persönlichen Interview erzählte Felix offen von seiner Drogenvergangenheit und nahm die Jugendlichen mit hinein in seine Geschichte. Dabei ging es um Höhen und Tiefen, um Sucht und Veränderung – und darum, was im Leben wirklich trägt und erfüllt. Nach dem Talk griff die Band das Thema mit einem passenden Lied nochmals musikalisch auf. Danach erklärte der katholische Pfarrer Gregor Barmett den Jugendlichen die Bedeutung des Segens und sprach ihnen diesen zum Abschluss zu.

Kaum war der Gottesdienst beendet, kam noch einmal ordentlich Bewegung in die Kirche: Die Jugendlichen stürmten nach vorne, um sich mit ihrer Unterschrift den Besuch des Jugendgottesdienstes bestätigen zu lassen. So schnell kann aus einer besinnlichen Kirchenbank plötzlich die Poleposition werden. Doch damit war der Abend noch lange nicht vorbei. Im Kirchgemeindehaus Mollis ging es im «Next Level» weiter: Snacks, Drinks, Töggelikasten, Gemeinschaft und natürlich Pingpong. Und wenn gerade kein richtiger Pingpongtisch zur Verfügung steht? Dann wird eben improvisiert! Normale Tische wurden kurzerhand umfunktioniert und ein Stück Karton zum Tischtennisnetz erklärt. Schon konnte der Rundlauf beginnen. Manchmal braucht es für einen gelungenen Abend eben weniger perfekte Ausstattung und dafür umso mehr Kreativität.

Die ökumenische Zusammenarbeit zwischen der reformierten und der katholischen Kirche ist jedes Mal aufs Neue eine grosse Freude. Besonders schön ist es zu erleben, wie sich die Kirche mit der nächsten Generation füllt, wie Gemeinschaft entsteht und wie Jugendliche Interesse zeigen, sich mit Lebensfragen, Glauben und Gottes Wort auseinanderzusetzen.

Ein rundum gelungener Abend – und definitiv ein «High», das in Erinnerung bleibt.