Rückblick Kirchgemeindeversammlung

Kirche Bilten (Foto: Ursula Tolle)
Fusion gemeistert – jetzt geht's an die Zukunft
Gabi Corvi
Am 25. Juni 2026 fand in der Kirche Bilten erstmals eine ordentliche Versammlung der Anfang Jahr fusionierten reformierten Kirchgemeinde Glarus Nord statt – mit viel Zustimmung und unter hochsommerlichen Temperaturen.

Kirchenratspräsidentin Ursula Tolle blickte auf die ersten Monate seit der Fusion per 1. Januar 2026 zurück. Die Zusammenführung der Kirchgemeinden Bilten-Schänis, Kerenzen und Mollis-Näfels stellte den Kirchenrat, die Mitarbeitenden und Freiwilligen vor grosse organisatorische und personelle Herausforderungen. Gleichzeitig musste der kirchliche Alltag mit Gottesdiensten, Unterricht, Seelsorge und zahlreichen weiteren Angeboten nahtlos weitergeführt werden. Die Präsidentin dankte allen für ihren grossen Einsatz und ihre Bereitschaft, den Aufbau der neuen Kirchgemeinde mitzutragen. Weiter gab sie bekannt, dass sich die Büros der neuen Geschäftsstelle seit dem 1. Juni im Erdgeschoss des Pfarrhauses in Mollis befinden.


Die vakanten Pfarrstellen konnten mit Pfarrprovisoren besetzt werden. Pfarrerin Katja Missal ist bereits seit März im Einsatz. Ab September wird zudem Pfarrer Stephan Johanus seine Tätigkeit aufnehmen. Für Kontinuität sorgt die einstimmige Wahl von Pfarrer Ruedi Hofer für die Amtsdauer 2026 bis 2030. Der Kirchenrat freut sich, die bewährte Zusammenarbeit mit ihm fortzusetzen.

Kirchenräte gesucht
Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen wurden zudem die Mitglieder des Kirchenrats sowie die Synodalen für die Amtsdauer 2026 bis 2030 gewählt. Ursula Tolle wurde als Kirchenratspräsidentin ebenso einstimmig bestätigt wie Peter Fahner als Kirchengutsverwalter sowie Daniel Rimann und Peter Neumann als Kirchenräte. Neu Einsitz im Kirchenrat nimmt Mariann Münzberg.

Die Wahlen waren gleichzeitig von mehreren Rücktritten geprägt. Verschiedene Mitglieder des Kirchenrats und der Synode traten nach engagierter Tätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl an. Ihnen wurde für ihren wertvollen Einsatz herzlich gedankt. Trotz der Neuwahlen konnten nicht alle Sitze besetzt werden. Besonders bedauert der Kirchenrat, dass aktuell weder im Kirchenrat noch unter den Synodalen Vertretungen aus Bilten-Schänis vorhanden sind. Interessierte Kirchenmitglieder aus allen Ortsteilen sind deshalb herzlich eingeladen, sich für ein kirchliches Amt zur Verfügung zu stellen und die Zukunft der Kirchgemeinde aktiv mitzugestalten.

Alle Geschäfte genehmigt
Die Jahresrechnungen 2025 des ehemaligen Kirchenkreises Glarus Nord sowie der ehemaligen Kirchgemeinden Mollis-Näfels, Bilten-Schänis und Kerenzen wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt. Sämtliche Abschlüsse fielen erfreulich aus, was insbesondere auf die guten Steuererträge zurückzuführen ist. Die Rechnungen gaben zu keinen Diskussionen Anlass.
Ebenfalls genehmigten die Stimmberechtigten sämtliche Sachgeschäfte. Dazu gehörten die Landabtretung an den Kanton Glarus im Zusammenhang mit der Sanierung der Bahnhofstrasse in Mollis, ein Zusatzkredit für die Sanierung von Dach und Fassade der Kirche Bilten sowie ein Umbaukredit für Anpassungen an der Pfarrwohnung im Pfarrhaus Mollis.

Beim anschliessenden Apéro wurde der Austausch in ungezwungener Atmosphäre und bei kühlenden Getränken weitergeführt – ein Ausklang mit viel Gemeinsinn der gelungenen ersten ordentlichen Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirchgemeinde Glarus Nord.